Förderung

Lebenspraktischer Bereich

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden nach ihren Möglichkeiten in den Anforderungen des täglichen Lebens gefördert und gefordert.

Hierzu zählen

  • Ausziehen von Jacken oder Mützen,
  • frühstücken
  • Förderung der Selbständigkeit bei der Nahrungsaufnahme durch verbale Anleitung und Handführung
  • Esstraining
  • Mitwirken bei hauswirtschaftlichen Tätigkeiten wie Tisch decken, spülen, abtrocknen, kochen, Einkäufe planen und durchführen
  • Müll entsorgen
  • Körperpflege

Sozial-emotionaler Bereich

Hier wird die nahe Umwelt – Wohnviertel, Orientierung im Gebäude und den Räumen – erfahren. Außenkontakte bei Einkäufen, Spaziergänge zur Mobilisierung und Ausflüge gehören zum täglichen Programm. Der Aufbau von Freundschaften und Beziehungen kann in dem kleinen Kreis nur bedingt entstehen, wird jedoch unterstützt.

Es wird zu Akzeptanz und Toleranz im täglichen Miteinander ermutigt und Unterstützung bei Konfliktbewältigung gegeben.

Kognitiver Bereich

Die Wahrnehmung wiederkehrender Abläufe, wie z.B. Tasten, Sehen, Hören, Riechen, Fühlen, Schwingen, Vibrieren, wird durch Konzentrations- und Gedächtnisübungen geschult. Denken und Denkfähigkeit werden so angeregt und gefördert.

Verbale und nonverbale Kommunikation

Um individuelle Kommunikationsfähigkeiten zu erhalten und bereits vorhandene weiter zu entwickeln, werden nicht sprachliche Hilfen wie Talker, Bildkarten, Gebärden und Handzeichen oder Elemente, angelehnt an den TEACCH*-Ansatz, eingesetzt.

*TEACCH: Treatment and Education of Autistic and Communication handicapped Children,
Übersetzung: Behandlung und pädagogische Förderung autistischer und in ähnlicher Weise kommunikationsbehinderter Kinder

Zeitliche und räumliche Orientierung

Wird durch eine feststehende Tages- und Wochenstruktur mit Jahres-Festlichkeiten erfahrbar gemacht. Feiertage, der individuelle Geburtstag, aber auch z.B. Karneval und Halloween werden gefeiert und dienen der jahreszeitlichen Orientierung.

Die räumliche Orientierung erfolgt durch das Erkunden des Gebäudes und der Räume, in dem sich das ABFBT befindet. Die Umgebung erschließen sich die Teilnehmer durch den Besuch von Veranstaltungen und der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.

Motorischer Bereich

Ein täglicher Spaziergang dient neben der Schulung der Bewegungskoordination dem Erhalt und der Verbesserung der Mobilität. Daneben wird in den Räumen Geh-Training angeboten, Singen, Tanzen und Schaukeln ergeben sich aus flexiblen Bedarfen.

Für die Rollstuhl-Nutzer werden Entspannungs- und Lagerungseinheiten eingeplant, damit sie ihre Haltung verändern können. Gleichzeitig wird dem Dekubitus vorgebeugt. Auch mobile Teilnehmer können sich zeitweise im Ruheraum strecken und hinlegen.